Schreiben an den Deutschlandfunk
Ihr Kommentar in der Mittagsberichterstattung am 10.3. „Empörungsrituale“
Mit dem Ausdruck „Empörungsrituale“, soll wohl gemeint sein, dass Juden oder Israeli sich immer unverschämt verhalten, wenn Deutsche ihnen vorhalten, dass Israeli ähnlich handeln, wie die Deutschen zur Zeit des Holocausts. Ich kann mir vorstellen, wie stolz derjenige war, der sich die Metapher „Empörungsritual“ erdacht hat, er war allerdings zu dumm, um sich bewusst zu sein, dass seine Empörung über die Empörung der Israeli genau jenem Ritual entspricht. Vielleicht war er nicht dumm, sondern einfach antisemitisch, aber beides geht ja Hand in Hand.
Denn die antisemitische Grundhaltung trat deutlich zutage, z.B. auch in der Relativierung, dass an den Bemerkungen der deutschen Bischöfe allerhand dran wäre. Da frage ich mich, ob konsequenterweise die Tatsache, dass ein anderer Bischof bereit war, die Bemerkungen seiner Amtskollegen ein wenig zurechtzurücken, dafür sprechen müsste, dass die Juden es mal wieder geschafft haben, einen deutschen Bischof „zu Kreuze kriechen zu lassen“. Das wäre die Schlussfolgerung, die durch die Meinung des Kommentators hindurchschimmert.
Wenn ich einen Kommentator des DLF des Antisemitismus bezichtige, dann ist das aus folgender Bewandtnis: Er legt verschiedene Maßstäbe an menschliches Verhalten an und stellt Juden auf eine tief unter ihm stehende Ebene: Israeli haben sich nicht zu beschweren, wenn sie sich über in der Tat empörende Bemerkungen der Nachkommen jener, die ihre Vorfahren vor Jahren umbrachten, erregen. Man versucht sie lächerlich zu machen, in den man ihr Verhalten zum „Empörungsritual“ herabstuft. Wenn sich ein deutscher Journalist aber über die Empörung der Empörten empört, dann nennt man das „Kommentar im Deutschlandfunk“.
Mit dem Ausdruck „Empörungsrituale“, soll wohl gemeint sein, dass Juden oder Israeli sich immer unverschämt verhalten, wenn Deutsche ihnen vorhalten, dass Israeli ähnlich handeln, wie die Deutschen zur Zeit des Holocausts. Ich kann mir vorstellen, wie stolz derjenige war, der sich die Metapher „Empörungsritual“ erdacht hat, er war allerdings zu dumm, um sich bewusst zu sein, dass seine Empörung über die Empörung der Israeli genau jenem Ritual entspricht. Vielleicht war er nicht dumm, sondern einfach antisemitisch, aber beides geht ja Hand in Hand.
Denn die antisemitische Grundhaltung trat deutlich zutage, z.B. auch in der Relativierung, dass an den Bemerkungen der deutschen Bischöfe allerhand dran wäre. Da frage ich mich, ob konsequenterweise die Tatsache, dass ein anderer Bischof bereit war, die Bemerkungen seiner Amtskollegen ein wenig zurechtzurücken, dafür sprechen müsste, dass die Juden es mal wieder geschafft haben, einen deutschen Bischof „zu Kreuze kriechen zu lassen“. Das wäre die Schlussfolgerung, die durch die Meinung des Kommentators hindurchschimmert.
Wenn ich einen Kommentator des DLF des Antisemitismus bezichtige, dann ist das aus folgender Bewandtnis: Er legt verschiedene Maßstäbe an menschliches Verhalten an und stellt Juden auf eine tief unter ihm stehende Ebene: Israeli haben sich nicht zu beschweren, wenn sie sich über in der Tat empörende Bemerkungen der Nachkommen jener, die ihre Vorfahren vor Jahren umbrachten, erregen. Man versucht sie lächerlich zu machen, in den man ihr Verhalten zum „Empörungsritual“ herabstuft. Wenn sich ein deutscher Journalist aber über die Empörung der Empörten empört, dann nennt man das „Kommentar im Deutschlandfunk“.
anne.c - 29. Aug, 09:45
