Dialog zwischen einem Pessimisten (P) und einem Optimisten (O)
P: Nun hat sich Trump doch über den Tisch ziehen lassen. Viele Zeitungen schreiben sogar: Trump hat verloren, der Iran hat gewonnen. Die Israeli sind maßlos enttäuscht. Und Israel durfte an dem Abkommen nicht beteiligt sein. Da habe ich an 1938 gedacht, als die Westmächte die Tschechoslowakei ohne deren Mitwirken an Deutschland verkauft haben, um eines scheinbaren Friedens willen, der zu einem gewaltigen Krieg wurde. Mir fiel der Ausdruck "Verschlimmbesserung" ein.
0: Da lagen die Dinge anders, und die Zeit war eine ganz andere. Geschichte läuft nicht so, als würde man sie am Reißbrett entwerfen oder wie man sie sich idealerweise vorstellt. Es sind erst einmal bedeutende Gefahren gebannt, die politische Landschaft im Nahen Osten hat sich grundlegend geändert. Das Atomprogramm der Mullahs ist nachhaltig gestoppt worden, und die Staaten am Golf werden sich näher an Israel anschließen, jetzt, wo sie erlebt haben, welche Gefahr der Iran ist und was Israel für Fähigkeiten hat. Dass arabische Länder Israel im Krieg gegen den Iran sogar den Luftraum geöffnet haben, und dass sie schon längst – mehr oder weniger geheim – mit Israel zusammenarbeiten, spricht für sich.
P: Ja, aber die Unsicherheit, der Fanatismus, gekoppelt mit Unberechenbarkeit, die Angriffe auf Nordisrael ……
O: Da ist immerhin ein Rahmenabkommen zwischen Libanon und Israel geschlossen worden. Die Israeli haben aus ihren Fehlern gelernt, wie sie es immer tun und werden sich sicher nicht mehr von der Hisbollah an der Nase herumführen lassen, wie es die UNO tat (oder vielleicht aktiv daran mitwirkte?) Auch denke ich, dass das iranische Regime gar nicht so homogen ist, wie es sich darstellt. Wer weiß, ob es nicht eines Tages in sich zusammenfällt. Solch starren Systeme halten nicht ewig.
P: Das habe ich auch gedacht, als ich einmal einen Film über Nordkorea sah, wie da die Leute zu entmenschlichten Aufziehpuppen getrimmt wurden. Und das war 1988! Damals dachte ich auch: so etwas kann nicht auf die Dauer funktionieren. Es funktioniert bis heute. Von Nordkorea lernt der Iran, wie fanatische Diktatoren ein Volk in Schach halten! Und wer weiß, wie sehr er ihm in der Weiterführung der atomaren Bewaffnung hilft?
O: Es hat sich so viel geändert, das kann nicht rückgängig gemacht werden. Ich sehe die Lage durchaus positiv. Es gibt (leider und manchmal auch erfreulicherweise) immer wieder Entwicklungen, die man nie für möglich gehalten hätte. Man muss nicht immer von einer augenblicklichen Situation auf das große Ganze schließen.
Die Diskussion ist unentschieden, die Zukunft wird Aufschluss geben.
0: Da lagen die Dinge anders, und die Zeit war eine ganz andere. Geschichte läuft nicht so, als würde man sie am Reißbrett entwerfen oder wie man sie sich idealerweise vorstellt. Es sind erst einmal bedeutende Gefahren gebannt, die politische Landschaft im Nahen Osten hat sich grundlegend geändert. Das Atomprogramm der Mullahs ist nachhaltig gestoppt worden, und die Staaten am Golf werden sich näher an Israel anschließen, jetzt, wo sie erlebt haben, welche Gefahr der Iran ist und was Israel für Fähigkeiten hat. Dass arabische Länder Israel im Krieg gegen den Iran sogar den Luftraum geöffnet haben, und dass sie schon längst – mehr oder weniger geheim – mit Israel zusammenarbeiten, spricht für sich.
P: Ja, aber die Unsicherheit, der Fanatismus, gekoppelt mit Unberechenbarkeit, die Angriffe auf Nordisrael ……
O: Da ist immerhin ein Rahmenabkommen zwischen Libanon und Israel geschlossen worden. Die Israeli haben aus ihren Fehlern gelernt, wie sie es immer tun und werden sich sicher nicht mehr von der Hisbollah an der Nase herumführen lassen, wie es die UNO tat (oder vielleicht aktiv daran mitwirkte?) Auch denke ich, dass das iranische Regime gar nicht so homogen ist, wie es sich darstellt. Wer weiß, ob es nicht eines Tages in sich zusammenfällt. Solch starren Systeme halten nicht ewig.
P: Das habe ich auch gedacht, als ich einmal einen Film über Nordkorea sah, wie da die Leute zu entmenschlichten Aufziehpuppen getrimmt wurden. Und das war 1988! Damals dachte ich auch: so etwas kann nicht auf die Dauer funktionieren. Es funktioniert bis heute. Von Nordkorea lernt der Iran, wie fanatische Diktatoren ein Volk in Schach halten! Und wer weiß, wie sehr er ihm in der Weiterführung der atomaren Bewaffnung hilft?
O: Es hat sich so viel geändert, das kann nicht rückgängig gemacht werden. Ich sehe die Lage durchaus positiv. Es gibt (leider und manchmal auch erfreulicherweise) immer wieder Entwicklungen, die man nie für möglich gehalten hätte. Man muss nicht immer von einer augenblicklichen Situation auf das große Ganze schließen.
Die Diskussion ist unentschieden, die Zukunft wird Aufschluss geben.
anne.c - 28. Jun, 17:04
