Leser/Hörer/Zuschauerbriefe
Haben sie einen Sinn? Auf den ersten Blick nicht, es scheint immer, sie laufen ins Leere. Auf die meisten meiner Schreiben habe ich keine Antwort bekommen. Es ist auch anstrengend, so einen Brief zu schreiben, man investiert Zeit, Gedanken, muss sich längere Zeit mit dem Thema befassen. Ich verfasste so ein Antwortschreiben immer erst, wenn ich zu dem Schluss gekommen war: es geht nicht anders! Die Redakteure müssen wissen, dass nicht alles hingenommen wird. Sie müssen wissen, dass es Hörer/Zuschauer gibt, die ihre Absichten durchschauen. Wenn es sich um Berichterstattung über Israel handelte, legte ich immer die bekannten“3 D“ (Delegitimierung, Doppelter Standard, Dämonisierung) als Maßstab, und diese drei Faktoren waren in den Sendungen offensichtlich.
So veröffentliche ich in Folgen einige meiner Zuschauer/Hörerbriefe, die z.T. schon viele Jahre alt sind. Die „vielen Jahre“ besagen aber: die Tendenz, Israel und Juden zu dämonisieren, war schon immer verbreitet, nicht erst seit dem Gaza-Krieg ab 2023.
(An Klaus Uwe Benneter, Bundestagsabgeordneter, Verwaltungsrat des DLF, Mitglied der DIG)
Bereits zwei mal hatte ich mit Ihnen einen E-Mail Wechsel . Mein Anliegen war die immer wieder vorkommende tendenzielle, man kann sagen bösartige Berichterstattung des Deutschlandfunks zum Thema Israel, in dessen Verwaltungsrat Sie laut SPD-Internet-Information sind. Da Sie ebenfalls Mitglied der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft (aus gleicher Quelle) sind, denke ich, dass Sie die Kompetenz haben, meinen E-Mail-Wechsel mit dem DLF zu beurteilen. Obwohl Sie mir schon einmal schrieben, dass Sie so eine Tendenz nicht erkennen können, frage ich Sie doch: Wenn die Reaktion des DLF in den Mittagsinformationen am Holocaustgedenktag und anlässlich des Besuches von Schimon Perez in Deutschland für ein Interview einen bekannten "Israelkritiker" einlädt, und das Interview dann besagt, dass man nicht nur des "Holocaust" gedenken solle, sondern auch anderer Völkermorde und Menschenrechtsverbrechen und als einziges Beispiel hierfür der Krieg in Gaza angeführt wird - wie können Sie erklären, dass das keine (in oben genannten Sinne) tendenzielle und bösartige Berichterstattung ist?
Aus meiner beigefügten Korrespondenz geht hervor, dass ich beim DLF zwei mal gegen dieses Interview Protest eingelegt habe. Ich bitte Sie sehr, dass Sie für mich auch in diesem Sinne tätig werden und im Verwaltungsrat diese Sache zum Thema machen. Sie sind ein Politiker und Ihre wesentliche Aufgabe ist es also zu handeln (die nicht handelnden Politiker begründen die Politikverdrossenheit, denke ich), und sei es, wenn Sie unter Protest den Verwaltungsrat verlassen, sollten Sie, wie Sie mir schon einmal andeuteten, keine aktive Möglichkeit der Einflussnahme sehen sollten. Mir scheint es auch kaum möglich zu sein, zugleich Mitgliede des Verwaltungsrates eines solchen Senders einerseits und der DIG andererseits zu sein. Ich bitte Sie meine Anmerkungen zu bedenken und vielleicht doch eine Konsequenz aus den kaum haltbaren Zuständen in Sachen Israel/DLF zu ziehen. Es ist schade, wenn ein ansonsten guter Radiosender bei diesem Thema in eine so peinliche Schieflage gerät.
MfG
So veröffentliche ich in Folgen einige meiner Zuschauer/Hörerbriefe, die z.T. schon viele Jahre alt sind. Die „vielen Jahre“ besagen aber: die Tendenz, Israel und Juden zu dämonisieren, war schon immer verbreitet, nicht erst seit dem Gaza-Krieg ab 2023.
(An Klaus Uwe Benneter, Bundestagsabgeordneter, Verwaltungsrat des DLF, Mitglied der DIG)
Bereits zwei mal hatte ich mit Ihnen einen E-Mail Wechsel . Mein Anliegen war die immer wieder vorkommende tendenzielle, man kann sagen bösartige Berichterstattung des Deutschlandfunks zum Thema Israel, in dessen Verwaltungsrat Sie laut SPD-Internet-Information sind. Da Sie ebenfalls Mitglied der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft (aus gleicher Quelle) sind, denke ich, dass Sie die Kompetenz haben, meinen E-Mail-Wechsel mit dem DLF zu beurteilen. Obwohl Sie mir schon einmal schrieben, dass Sie so eine Tendenz nicht erkennen können, frage ich Sie doch: Wenn die Reaktion des DLF in den Mittagsinformationen am Holocaustgedenktag und anlässlich des Besuches von Schimon Perez in Deutschland für ein Interview einen bekannten "Israelkritiker" einlädt, und das Interview dann besagt, dass man nicht nur des "Holocaust" gedenken solle, sondern auch anderer Völkermorde und Menschenrechtsverbrechen und als einziges Beispiel hierfür der Krieg in Gaza angeführt wird - wie können Sie erklären, dass das keine (in oben genannten Sinne) tendenzielle und bösartige Berichterstattung ist?
Aus meiner beigefügten Korrespondenz geht hervor, dass ich beim DLF zwei mal gegen dieses Interview Protest eingelegt habe. Ich bitte Sie sehr, dass Sie für mich auch in diesem Sinne tätig werden und im Verwaltungsrat diese Sache zum Thema machen. Sie sind ein Politiker und Ihre wesentliche Aufgabe ist es also zu handeln (die nicht handelnden Politiker begründen die Politikverdrossenheit, denke ich), und sei es, wenn Sie unter Protest den Verwaltungsrat verlassen, sollten Sie, wie Sie mir schon einmal andeuteten, keine aktive Möglichkeit der Einflussnahme sehen sollten. Mir scheint es auch kaum möglich zu sein, zugleich Mitgliede des Verwaltungsrates eines solchen Senders einerseits und der DIG andererseits zu sein. Ich bitte Sie meine Anmerkungen zu bedenken und vielleicht doch eine Konsequenz aus den kaum haltbaren Zuständen in Sachen Israel/DLF zu ziehen. Es ist schade, wenn ein ansonsten guter Radiosender bei diesem Thema in eine so peinliche Schieflage gerät.
MfG
anne.c - 24. Aug, 11:43
