Wieso wurde das terroristische Attentat au den CSD mehr beachtet als andere?
Die Nachrichten über Attentate und Morden Deutschland häuften sich in der letzten Zeit. Das letzte, bedeutungsvollste, liegt nun gut 10 Tage zurück, die Autoattacke auf die feiernde Menge der CSD-Parade in Berlin. Dieses Attentat scheint sich irgendwie von anderen Attentaten zu unterscheiden. Denn, was auch an Morden an unschuldigen Opfern in der letzten Zeit geschah – ich denke an die 6 erschossenen Mitarbeiter in einer Jugendeinrichtung in Stade, an den jungen Studenten Marius Dick, der aus dem „Nichts heraus“ erstochen wurde und an viele andere. Eins war all den Terrorattentaten gleich: sie wurden medial und politisch so schnell wie möglich „unter den Teppich gekehrt“. Der „CSD-Mord“ schien eine andere Dimension zu haben. Noch heute gibt es Talk-Sendungen dazu. Ausführlich wird das „Vorleben“ des Attentäters diskutiert, seine Verbindungen zum IS, seine Vorstrafen.
Warum? Ich kann es mir nur so vorstellen: Hier stießen zwei Gegebenheiten aufeinander, die beide von der sogenannt woken Gesellschaft gleichermaßen geliebt und gefördert werden. Der CSD nimmt in der Berichterstattung schon einen dermaßen hohen und beliebten Platz ein., fast wie ein Staatsereignis. Diskussionen, wo die Regenbogenfahnen hängen, Diskriminierungen von Institutionen, die sich weigern, bei sich die Fahnen anzubringen. An Kirchen sieht man die Fahnen und Bekenntnisse zum „Queeren“, ja auf einem Kirchentag wurde Gott als „queer“ bezeichnet.
Das Gegenspiel dazu sind „Islamisten“, die ebenfalls in der (woken) Gesellschaft sakrosankt sind. In den Talk-Sendungen wird zwar über das Thema gesprochen, aber mehr in dem Sinne, dass ja nicht „alle Muslime“ radikal sind und dass sie sich nun unter Generalverdacht sehen, und dass man gegen den Generalverdacht etwas unternehmen muss. Auch über den angeblich so weit verbreiteten Rassismus, von dem man zumindest in der Öffentlichkeit nichts wahrnimmt, wird viel gesprochen, anstatt dass man darüber nachdenkt, zu welchen Verwerfungen islamische Einstellungen führen.
Es war ein Zusammentreffen, das viele Leute in Verlegenheit brachte: „Unsere“ queere Parade und „unser“ von rassistischen Bedrohungen traumatisierter Täter sind aneinandergeraten. Mit tödlichen Konsequenzen. Ich hatte den Eindruck, als brächte das diesen und jenen in Verwirrung, so dass man Aussprüche hören konnte, wie: „ich hoffe, dass es eine weiße christliche Person war!“ Also, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Konfusion, die durch den Anschlag entstanden war, führte dazu, dass er mehr beachtet wurde, als andere Anschläge und man darüber nachdachte, wie dieser Täter „radikalisiert“ worden ist. Auch wurde über Strafverschärfungen gesprochen. Aber warum solches Nachdenken nicht schon seit Jahren stattfindet – Anschläge jener Art hat es schon lange gegeben -, ist nicht zu verstehen.
Nach dem Anschlag auf den CSD wurden stolz Plakate hochgehoben: „Wir lassen uns unsere Art zu leben, nicht nehmen. Aber von wem diese Lebensart genommen werden soll, war da nicht zu lesen. Ja, es kamen schnell Verschwörungstheorien auf, wie: es war ja kurz vor Wahlen, wem nützt das Entsetzen? Das heißt, die gesehene Unvereinbarkeit von Terrorismus und „queer“ muss dann eben auf dialektische Weise erklärt werden.
Warum? Ich kann es mir nur so vorstellen: Hier stießen zwei Gegebenheiten aufeinander, die beide von der sogenannt woken Gesellschaft gleichermaßen geliebt und gefördert werden. Der CSD nimmt in der Berichterstattung schon einen dermaßen hohen und beliebten Platz ein., fast wie ein Staatsereignis. Diskussionen, wo die Regenbogenfahnen hängen, Diskriminierungen von Institutionen, die sich weigern, bei sich die Fahnen anzubringen. An Kirchen sieht man die Fahnen und Bekenntnisse zum „Queeren“, ja auf einem Kirchentag wurde Gott als „queer“ bezeichnet.
Das Gegenspiel dazu sind „Islamisten“, die ebenfalls in der (woken) Gesellschaft sakrosankt sind. In den Talk-Sendungen wird zwar über das Thema gesprochen, aber mehr in dem Sinne, dass ja nicht „alle Muslime“ radikal sind und dass sie sich nun unter Generalverdacht sehen, und dass man gegen den Generalverdacht etwas unternehmen muss. Auch über den angeblich so weit verbreiteten Rassismus, von dem man zumindest in der Öffentlichkeit nichts wahrnimmt, wird viel gesprochen, anstatt dass man darüber nachdenkt, zu welchen Verwerfungen islamische Einstellungen führen.
Es war ein Zusammentreffen, das viele Leute in Verlegenheit brachte: „Unsere“ queere Parade und „unser“ von rassistischen Bedrohungen traumatisierter Täter sind aneinandergeraten. Mit tödlichen Konsequenzen. Ich hatte den Eindruck, als brächte das diesen und jenen in Verwirrung, so dass man Aussprüche hören konnte, wie: „ich hoffe, dass es eine weiße christliche Person war!“ Also, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Konfusion, die durch den Anschlag entstanden war, führte dazu, dass er mehr beachtet wurde, als andere Anschläge und man darüber nachdachte, wie dieser Täter „radikalisiert“ worden ist. Auch wurde über Strafverschärfungen gesprochen. Aber warum solches Nachdenken nicht schon seit Jahren stattfindet – Anschläge jener Art hat es schon lange gegeben -, ist nicht zu verstehen.
Nach dem Anschlag auf den CSD wurden stolz Plakate hochgehoben: „Wir lassen uns unsere Art zu leben, nicht nehmen. Aber von wem diese Lebensart genommen werden soll, war da nicht zu lesen. Ja, es kamen schnell Verschwörungstheorien auf, wie: es war ja kurz vor Wahlen, wem nützt das Entsetzen? Das heißt, die gesehene Unvereinbarkeit von Terrorismus und „queer“ muss dann eben auf dialektische Weise erklärt werden.
anne.c - 4. Aug, 15:16
