Florian Markl in Berlin
Florian Markl ist wissenschaftlicher Leiter des österreichischen Informationsportal „mena-watch“. Er hat einige sehr informative Bücher herausgebracht, die besonders interessant für diejenigen sind, die sich mit den Kriegen in Nahost befassen, mit Israel und seiner Stellung in der Welt und wie „die Welt“ mit Israel umgeht. Sein neuestes Buch hat den Titel „Der andere Krieg“. Sorgfältig recherchiert er darin, wie das Völkerrecht gegen Israel im Zusammenhang mit den letzten Kriegen missbraucht wird.

Am 26.5. war nun der Schriftsteller und Wissenschaftler zu Gast im jüdischen Gemeindehaus in Berlin bei einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Diese ist in Berlin recht gut vertreten, so füllten den Raum ca. 120 Zuhörer. Er begann seinen Vortrag damit, dass er sich schon jahrelang mit der antiisraelischen Haltung der UNO und internationalen Institutionen befasst hat, aber die antisemitische Welle, die seit dem 7. Oktober rollt, ließe alles zuvor als harmlos erscheinen. Sehr profunde zählte er viele Begebenheiten aus dem Gazakrieg auf und schilderte, wie Fakten verdreht wurden, um Israel zu delegitimieren und zu dämonisieren.
So, zum Beispiel, dass man oft von der israelischen Besatzung sprach, obwohl Gaza seit 2005 nicht mehr besetzt ist. Das wurde so erklärt, dass Israel „effektive Kontrolle“ über Gaza ausübte, also doch eine Art Besatzungsmacht gewesen sei. (Leider war die „effektive Kontrolle“ nicht sorgfältig genug gewesen). In den offiziellen Berichten und Untersuchungen wird zwar viel auf das hingewiesen, was man an Israel für kritikwürdig, für verurteilenswert hielt, die Angriffe der Hamas, auch die jahrelangen Beschießungen zuvor, wurden verschwiegen oder als marginal dargestellt. Wenn plausible Fakten gegen Israel fehlten, dann überlegt man, ob man die Kriterien ändern könnte. So forderte der Staat Irland den internationalen Strafgerichtshof auf, neue Kriterien zu bilden. Als der I G H einmal verkündete, dass Israel eventuell ein Fall für die Völkermordkommission sein k ö n n t e, wurde daraus sofort geschlussfolgert, dass Israel ein Fall für die Kommission i s t, also aus dem Konjunktiv wurde ein Indikativ gemacht, der dann von Medien wiederholt wurde. Die Haftbefehle gegen Netanjahu und Gallant thematisierte Markl, und er betonte, dass auch nach den Regeln des I St G H Menschen aus einem Staat, der nicht Mitglied ist, nicht belangt werden können. Israel wird nach völkerrechtlichen Regeln behandelt, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.
Markl berichtete, dass es renommierte Juristen gibt es, die es nicht verstehen können, wie die Gesetze gegen Israel ausgelegt werden. Auch erzählte er, dass er bei seiner Arbeit mit Militärexperten zusammengetroffen ist, und diese sagten ohne Ausnahme, dass sie sehr von der israelischen Kampfweise beeindruckt sind.
Wie oft bei solchen Vorträgen gab es anschließend eine Fragestunde. Die meisten Fragenden bedankten sich für den fundierten Vortrag. Es wurde gefragt, warum denn diese allgemeinen Vorwürfe gegen Israel über Genozid und Menschenrechtsverletzungen aufgestellt würden, sie gälten inzwischen als Konsens.. Es wurde gefragt, warum Hilfsgelder an die Palästinenser nicht kontrolliert werden, warum es in Weltorganisationen Doppelstandards gibt. Markl verwies darauf, dass oft Entscheidungen rein politisch getroffen werden, oft sind es auch humanitäre Organisationen, die auf Spendengelder schielen. Aber dass die Tatsache, dass Israel ein jüdischer Staat wäre, der Hauptgrund für Dämonisierung und Delegitimierung sei.
Damit ist allerdings nicht die Frage beantwortet, warum das „Jüdische“ an dem Staat andere Staaten und Menschen so in Erregung versetzt, dass sie ihre eigenen Maßstäbe, Wertevorstellungen, Moral vergessen und ins Gegenteil kehren. Eine mögliche Antwort wäre, dass sie ihre eigenen Maßstäbe, Wertvorstellungen, Moral nicht erfüllen wollen und einen Sündenbock benötigen, auf den sie alle Schuld abwälzen können.

Am 26.5. war nun der Schriftsteller und Wissenschaftler zu Gast im jüdischen Gemeindehaus in Berlin bei einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Diese ist in Berlin recht gut vertreten, so füllten den Raum ca. 120 Zuhörer. Er begann seinen Vortrag damit, dass er sich schon jahrelang mit der antiisraelischen Haltung der UNO und internationalen Institutionen befasst hat, aber die antisemitische Welle, die seit dem 7. Oktober rollt, ließe alles zuvor als harmlos erscheinen. Sehr profunde zählte er viele Begebenheiten aus dem Gazakrieg auf und schilderte, wie Fakten verdreht wurden, um Israel zu delegitimieren und zu dämonisieren.
So, zum Beispiel, dass man oft von der israelischen Besatzung sprach, obwohl Gaza seit 2005 nicht mehr besetzt ist. Das wurde so erklärt, dass Israel „effektive Kontrolle“ über Gaza ausübte, also doch eine Art Besatzungsmacht gewesen sei. (Leider war die „effektive Kontrolle“ nicht sorgfältig genug gewesen). In den offiziellen Berichten und Untersuchungen wird zwar viel auf das hingewiesen, was man an Israel für kritikwürdig, für verurteilenswert hielt, die Angriffe der Hamas, auch die jahrelangen Beschießungen zuvor, wurden verschwiegen oder als marginal dargestellt. Wenn plausible Fakten gegen Israel fehlten, dann überlegt man, ob man die Kriterien ändern könnte. So forderte der Staat Irland den internationalen Strafgerichtshof auf, neue Kriterien zu bilden. Als der I G H einmal verkündete, dass Israel eventuell ein Fall für die Völkermordkommission sein k ö n n t e, wurde daraus sofort geschlussfolgert, dass Israel ein Fall für die Kommission i s t, also aus dem Konjunktiv wurde ein Indikativ gemacht, der dann von Medien wiederholt wurde. Die Haftbefehle gegen Netanjahu und Gallant thematisierte Markl, und er betonte, dass auch nach den Regeln des I St G H Menschen aus einem Staat, der nicht Mitglied ist, nicht belangt werden können. Israel wird nach völkerrechtlichen Regeln behandelt, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.
Markl berichtete, dass es renommierte Juristen gibt es, die es nicht verstehen können, wie die Gesetze gegen Israel ausgelegt werden. Auch erzählte er, dass er bei seiner Arbeit mit Militärexperten zusammengetroffen ist, und diese sagten ohne Ausnahme, dass sie sehr von der israelischen Kampfweise beeindruckt sind.
Wie oft bei solchen Vorträgen gab es anschließend eine Fragestunde. Die meisten Fragenden bedankten sich für den fundierten Vortrag. Es wurde gefragt, warum denn diese allgemeinen Vorwürfe gegen Israel über Genozid und Menschenrechtsverletzungen aufgestellt würden, sie gälten inzwischen als Konsens.. Es wurde gefragt, warum Hilfsgelder an die Palästinenser nicht kontrolliert werden, warum es in Weltorganisationen Doppelstandards gibt. Markl verwies darauf, dass oft Entscheidungen rein politisch getroffen werden, oft sind es auch humanitäre Organisationen, die auf Spendengelder schielen. Aber dass die Tatsache, dass Israel ein jüdischer Staat wäre, der Hauptgrund für Dämonisierung und Delegitimierung sei.
Damit ist allerdings nicht die Frage beantwortet, warum das „Jüdische“ an dem Staat andere Staaten und Menschen so in Erregung versetzt, dass sie ihre eigenen Maßstäbe, Wertevorstellungen, Moral vergessen und ins Gegenteil kehren. Eine mögliche Antwort wäre, dass sie ihre eigenen Maßstäbe, Wertvorstellungen, Moral nicht erfüllen wollen und einen Sündenbock benötigen, auf den sie alle Schuld abwälzen können.
anne.c - 27. Mai, 12:57
