Arye Shalicar und die Berlinale

Jeden Abend hören wir den Podcast von Arye Shalicar. Als Sprecher der israelischen Armee berichtet er täglich, wie der Kampf gegen die Hamas-Terroristen in Gaza voran geht. Doch er reflektiert auch, er berichtet, was zu ihm gesagt wurde oder was als X-Twitter zu ihm ´rüber kommt. Zum Teil sind die Ansichten der Leute so absurd, so gemein und unglaublich, dass Arye Shalicar die Erschütterung anzumerken ist. Aus allen möglichen Ecken kriechen heutzutage Antisemiten aus ihren Löchern, sei es hier in Deutschland, sei es in Südafrika oder aus dem fernen Brasilien. Bis hin zum Gebetstag der frommen Frauen, dem internationalen Frauenweltgebetstag, bewegen sich diejenigen, die Israel, die Juden verdammen und sie für die Wurzel alles Bösen erklären.

Ein ganz besonders makabres Ereignis war die Berlinale, das Filmfest in Berlin. In der Hauptstadt des Landes, das vor Jahrzehnten sechs Millionen Juden vergaste oder auf andere bestialische Weise ermordete, da wurde Israel zu anhaltendem Beifall an den Pranger gestellt und zum Mörderland erklärt. Täter-Opfer-Umkehr!

Immerhin – in der Zeit seit dem 7. Oktober, so schlimm sie war und ist, konnte man mehr über Antisemitismus lernen, als in der Zeit vorher. Obwohl der Antisemitismus in der Zeit vorher schon mannigfaltige Blüten trieb. Man wird so müde davon, man möchte sich abwenden, aber sie kriechen wirklich von überall hervor. So haben wir beschlossen, uns weiterhin nicht abzuwenden und haben einen Brief an Claudia Roth verfasst, den ich hier wieder gebe:

An Frau Claudia Roth
Sehr geehrte Frau Ministerin,
es ist unentschuldbar, was da in Sachen No Order Land auf der Berlinale geschah. Wenn ohne jegliche menschlich Hemmung "From the river to the see" gegrölt wird bzw. das Gegröle von den Veranstaltern zugelassen wird, dann ist das Ende der Verständnis-Fahnenstange für die dort tätigen Barbaren erreicht.
Und die Berlinale fällt in Ihren Zuständigkeitsbereich. Sie wird mit 13 Millionen an öffentlichen Geldern finanziert, analog zu der deutschen Finanzierung der Hamas zu Gaza, wie wir es inzwischen wissen.
Sehr geehrte Frau Ministerin, sollte ich von keiner Stellungnahme Ihrerseits erfahren (wohlgemerkt nach den Documenta-Geschehnissen, ebenfalls von Ihnen mitfinanziert), dann sind Sie damit samt Ihrer Partei unwählbar geworden, und die Regierung, der Sie angehören, gehört dann möglichst bald in die Rumpelkammer der Geschichte.
Es ist unglaublich, was in Deutschland inzwischen möglich geworden ist, auch unter Ihrer Ägide. ………PC

Auch Arye Shalicar bekam eine E-Mail:
Hallo Arye,
wir hören Dir über Deinen Podcast mit meiner Frau zusammen jeden Tag gern zu, obwohl es sehr ernste Dinge sind, die Du dort behandelst.
Für diese authentische Berichterstattung aus Israel sind wir Dir sehr dankbar, denn gerade in Deutschland sind Deine Informationen und Deine persönlichen Ansichten vom hohen Wert!
Gestern fand ich es erschütternd, was Du über die Berlinale erwähnt hast, und das nach Kassel, und ich entschloss mich, sowohl an die Veranstalter als auch an die Ministerin Roth zu schreiben.
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