In kirchlichen Veranstaltungen
Ich war tatsächlich dabei, als eine junge Pastorin, noch nicht lange von der Universität gekommen, der Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide bei einem Seminar ins Gesicht sagte: „Die Juden haben Jesus ans Kreuz geschlagen!“ Frau Lapide war um eine scharfe Antwort nicht verlegen.
Und ich war in einem Gottesdienst, bei dem Pastor W. ohne Skrupel sagte: „Nach alttestamentarischem Gesetz gilt die Regel: Auge um Auge. Zahn um Zahn. Diese Regel hat irgendwie noch eine Berechtigung. Heutzutage wären die Palästinenser froh, wenn sie nach diesem Gesetz behandelt würden, aber die Israeli überziehen für einige nicht treffende selbst gebastelte Sprengkörper Gaza mit Bombenteppichen. (vor dem 7.10., wie er danach geredet hat, möchte ich gar nicht wissen).
Und ich war in der Bibelstunde, als der Pfarrer R. zu einem x-beliebigen Thema auf einmal die Bemerkung anfügte: „Es hat auch seine Schattenseiten, dass die Juden sich als das erwählte Volk betrachten. Zum Beispiel haben sie eine Mauer quer durch Jerusalem gebaut. Ich fragte: „Meinen sie, dass die Israeli diese Mauer wegen ihres Erwähltseins gebaut haben, oder könnte es auch mit der Sicherheit zu tun haben?“ Mit einer gewissen pastoralen Herablassung sagte er: „Ach, Frau C., was wissen sie schon!?“ Ich sagte: „Ich möchte es wissen, meinen sie das wirklich so? Sind ihnen in die Luft gesprengte jugendliche Israeli lieber als eine Mauer? “, und gleich fiel dem zweiten anwesenden Pfarrer ein, dass es doch eigentlich Zeit wäre, den Abend zu beenden und prompt erfolgte der abendliche Segen, zufällig ein „altestamentarischer“, der aaronitische Segen.
Winzige Szene in einer evangelischen Bibelstunde: Die Geschichte, wie Josef ins Ägyptenland verkauft wird und dort in eine hohe Position aufsteigt, wird besprochen. Josef managt die Bekämpfung der Hungersnot indem er jahrelang Getreidevorräte anlegt und in der Notzeit Getreide an die Hungernden verkauft. "Was - er lässt sich das Getreide bezahlen? Ach ja, der Jude hat schon immer aus allem Geld gemacht".
Die Bemerkung wird ignoriert. Vielleicht will man den alten Herrn nicht bloß stellen. Leider fallen Bemerkungen jener Art immer wieder, so wie einzelne Tropfen. Man bemerkt sie nicht, wundert sich nur, dass man auf einmal nass ist.
Man hätte dem alten Herrn sagen können, dass es selbstverständlich ist, dass man mit Reserven, die man mit einem riesigen Organisationsaufwand angelegt hat, wirtschaftlich umgehen muss, um weiterhin wirtschaften zu können. Es mussten große Lager angelegt werden, das überschüssige Getreide für die Vorratskammern und die Transporte hatten bezahlt werden müssen. Und selbst wenn ein Teil des Getreides billig oder umsonst an Arme verteilt worden wäre, warum hätte man an die Fremden aus dem Nachbarland, seien sie arm oder reich, das sehr kostbare Getreide umsonst ausgeben sollen?
Woher hat ein harmloser Bibelstundenbesucher, der wahrscheinlich nie einen Juden gekannt hat und der damit aufgewachsen ist, dass das Wort Jude tabu war (denn er hat die Nazizeit nur als kleines Kind erlebt, und danach schwieg man einige Jahrzehnte über Juden) eine Vorstellung, wie es mit den Juden und dem Geld steht? Wo kann er die Erfahrung gewonnen haben, wie Juden mit Geld umgehen? Warum wird so eine Bemerkung allgemein toleriert, obwohl die Konsequenzen die Juden infolge von Dämonisierung zu tragen hatten, auch von Seiten der Kirche, bekannt sind.
Das sind, wahllos, einige Erlebnisse, die ich in evangelischen Veranstaltungen hatte. Es werden sicher weitere folgen.
Und ich war in einem Gottesdienst, bei dem Pastor W. ohne Skrupel sagte: „Nach alttestamentarischem Gesetz gilt die Regel: Auge um Auge. Zahn um Zahn. Diese Regel hat irgendwie noch eine Berechtigung. Heutzutage wären die Palästinenser froh, wenn sie nach diesem Gesetz behandelt würden, aber die Israeli überziehen für einige nicht treffende selbst gebastelte Sprengkörper Gaza mit Bombenteppichen. (vor dem 7.10., wie er danach geredet hat, möchte ich gar nicht wissen).
Und ich war in der Bibelstunde, als der Pfarrer R. zu einem x-beliebigen Thema auf einmal die Bemerkung anfügte: „Es hat auch seine Schattenseiten, dass die Juden sich als das erwählte Volk betrachten. Zum Beispiel haben sie eine Mauer quer durch Jerusalem gebaut. Ich fragte: „Meinen sie, dass die Israeli diese Mauer wegen ihres Erwähltseins gebaut haben, oder könnte es auch mit der Sicherheit zu tun haben?“ Mit einer gewissen pastoralen Herablassung sagte er: „Ach, Frau C., was wissen sie schon!?“ Ich sagte: „Ich möchte es wissen, meinen sie das wirklich so? Sind ihnen in die Luft gesprengte jugendliche Israeli lieber als eine Mauer? “, und gleich fiel dem zweiten anwesenden Pfarrer ein, dass es doch eigentlich Zeit wäre, den Abend zu beenden und prompt erfolgte der abendliche Segen, zufällig ein „altestamentarischer“, der aaronitische Segen.
Winzige Szene in einer evangelischen Bibelstunde: Die Geschichte, wie Josef ins Ägyptenland verkauft wird und dort in eine hohe Position aufsteigt, wird besprochen. Josef managt die Bekämpfung der Hungersnot indem er jahrelang Getreidevorräte anlegt und in der Notzeit Getreide an die Hungernden verkauft. "Was - er lässt sich das Getreide bezahlen? Ach ja, der Jude hat schon immer aus allem Geld gemacht".
Die Bemerkung wird ignoriert. Vielleicht will man den alten Herrn nicht bloß stellen. Leider fallen Bemerkungen jener Art immer wieder, so wie einzelne Tropfen. Man bemerkt sie nicht, wundert sich nur, dass man auf einmal nass ist.
Man hätte dem alten Herrn sagen können, dass es selbstverständlich ist, dass man mit Reserven, die man mit einem riesigen Organisationsaufwand angelegt hat, wirtschaftlich umgehen muss, um weiterhin wirtschaften zu können. Es mussten große Lager angelegt werden, das überschüssige Getreide für die Vorratskammern und die Transporte hatten bezahlt werden müssen. Und selbst wenn ein Teil des Getreides billig oder umsonst an Arme verteilt worden wäre, warum hätte man an die Fremden aus dem Nachbarland, seien sie arm oder reich, das sehr kostbare Getreide umsonst ausgeben sollen?
Woher hat ein harmloser Bibelstundenbesucher, der wahrscheinlich nie einen Juden gekannt hat und der damit aufgewachsen ist, dass das Wort Jude tabu war (denn er hat die Nazizeit nur als kleines Kind erlebt, und danach schwieg man einige Jahrzehnte über Juden) eine Vorstellung, wie es mit den Juden und dem Geld steht? Wo kann er die Erfahrung gewonnen haben, wie Juden mit Geld umgehen? Warum wird so eine Bemerkung allgemein toleriert, obwohl die Konsequenzen die Juden infolge von Dämonisierung zu tragen hatten, auch von Seiten der Kirche, bekannt sind.
Das sind, wahllos, einige Erlebnisse, die ich in evangelischen Veranstaltungen hatte. Es werden sicher weitere folgen.
anne.c - 18. Feb, 21:18
