Heidegger - Widman
Vor einiger Zeit stieß ich auf Passagen aus einem Vortrag von Martin Heidegger, der ja als hochrangiger Philosoph gilt. Er sagt dort: „Hunderttausende sterben in Masse. Sterben Sie? Sie kommen um. Sie werden umgelegt. Sterben Sie? Sie werden Bestandsstücke eines Bestandes der Fabrikation von Leichen. Sterben Sie? Sie werden in Vernichtungslagern unauffällig liquidiert. ... Sterben aber heißt, diesen Austrag vermögen. ... Der Tod ist das Gebirg des Seyns im Gedicht der Welt. Den Tod in seinem Wesen vermögen, heißt: sterben können. Diejenigen, die sterben können, sind erst die Sterblichen im tragenden Sinn dieses Wortes." Die Juden wären danach also einfach Bestandteile in einer Fabrikationsanlage für Leichen gewesen und keine wahrhaft Sterbende. Das soll man sich einmal vorstellen: Heidegger, der sich in der Nazizeit schwer kompromittiert hatte, erklärte es vier Jahre nach Kriegsende und kurz darauf wurde er rehabilitiert und als Professor und Denker geehrt!
All das hängt alles miteinander zusammen. Dass Philosophen jener Art wie Heidegger hier geehrt werden. Sie bestimmen dann auch wesentlich das Denken der Menschen. Wer als Mensch definiert wird und wer nicht.
In der „Berliner Zeitung“ las ich einen Artikel von Arno Widmann. Ich verstand zuerst nicht, ob er wirklich meint, was er schreibt oder ob da irgendeine Ironie, geistige Verdrehung oder sonst was im Spiel ist. Ich konnte nichts Solches herausfinden. Er schrieb, dass die Demokratie in der Bundesrepublik zwar keine perfekte Staatsform sei, aber die beste, die wir je hatten, und dass das viele „Schlimme“, durch das wir im Lauf der Geschichte gegangen seien, dann schließlich dieses prächtige Ergebnis gebracht hat. Nicht nur die furchtbaren Bombennächte und Vertreibungen haben zur demokratischen Staatsform geführt, sondern auch „Auschwitz“ habe dazu beigetragen, dessen sollten wir uns bewusst sein. Also, die Deutschen seien sozusagen geläutert.
Es passt zum Gedanken Heideggers, die Juden in den Lagern hätten nicht den Tod erlitten, weil sie gar keine Gelegenheit hatten, das „höchste Gebirg des Seyns“ zu erklimmen, sie wären einfach Bestandstücke in einer Fabrikation für Leichen. Es hat Zusammenhänge. Um die Deutschen recht zu läutern, bedurfte es einer Fabrikationsanlage für Leichen, deren Zutaten die Juden waren. Ob die Juden nun auch geläutert sind, hat Widmann nicht geschrieben, allerdings hat er zuvor schon kundgetan, dass es wohl so sei, dass die Israeli keinen Frieden wollen, weil sie wissen, dass die Staatsgründung Israels ein Unrecht gewesen sei. Also sind sie wohl nicht geläutert. Man könnte Verdrehungen jener Art sehr gut weiter spinnen, bis sie sich selbst entlarven als das, was sie sind: Nazitum pur.
All das hängt alles miteinander zusammen. Dass Philosophen jener Art wie Heidegger hier geehrt werden. Sie bestimmen dann auch wesentlich das Denken der Menschen. Wer als Mensch definiert wird und wer nicht.
In der „Berliner Zeitung“ las ich einen Artikel von Arno Widmann. Ich verstand zuerst nicht, ob er wirklich meint, was er schreibt oder ob da irgendeine Ironie, geistige Verdrehung oder sonst was im Spiel ist. Ich konnte nichts Solches herausfinden. Er schrieb, dass die Demokratie in der Bundesrepublik zwar keine perfekte Staatsform sei, aber die beste, die wir je hatten, und dass das viele „Schlimme“, durch das wir im Lauf der Geschichte gegangen seien, dann schließlich dieses prächtige Ergebnis gebracht hat. Nicht nur die furchtbaren Bombennächte und Vertreibungen haben zur demokratischen Staatsform geführt, sondern auch „Auschwitz“ habe dazu beigetragen, dessen sollten wir uns bewusst sein. Also, die Deutschen seien sozusagen geläutert.
Es passt zum Gedanken Heideggers, die Juden in den Lagern hätten nicht den Tod erlitten, weil sie gar keine Gelegenheit hatten, das „höchste Gebirg des Seyns“ zu erklimmen, sie wären einfach Bestandstücke in einer Fabrikation für Leichen. Es hat Zusammenhänge. Um die Deutschen recht zu läutern, bedurfte es einer Fabrikationsanlage für Leichen, deren Zutaten die Juden waren. Ob die Juden nun auch geläutert sind, hat Widmann nicht geschrieben, allerdings hat er zuvor schon kundgetan, dass es wohl so sei, dass die Israeli keinen Frieden wollen, weil sie wissen, dass die Staatsgründung Israels ein Unrecht gewesen sei. Also sind sie wohl nicht geläutert. Man könnte Verdrehungen jener Art sehr gut weiter spinnen, bis sie sich selbst entlarven als das, was sie sind: Nazitum pur.
anne.c - 17. Mär, 20:57