Foto-Award

Eine Aufnahme zweier bei einem israelischen Luftangriff getöteter palästinensischer Kinder ist zum besten Pressefoto 2012 gekürt worden. Das Bild des schwedischen Fotografen Paul Hansen zeigt eine große Gruppe trauernder Männer in einer engen Gasse, welche die Kinder in Totengewändern zur Beisetzung tragen.

Dieses Foto löste in mir tatsächlich großes Erschrecken aus. Es ist ein Foto einer Trauergemeinde, aber zugleich ist es ein Propagandafoto und zwar ein sehr unangenehmes, bedrohliches! Und deshalb hat das Bild etwas Verkommenes an sich. Es sagt, es schreit direkt: "Seht Israel den Kindermörder! Seht, die Weisen von Zion, sie morden, wie sie seit 2000 Jahren morden. Schon immer haben die Juden Kinder gemordet." Diese Botschaft wird man in alle Welt senden und sie wird auch so verstanden werden.

Dieses Foto ist nicht einfach nur das Foto zweier im Krieg getöteter Kinder. In Syrien wurden tausende Kinder getötet. In Israel gibt es hunderte Kinder, die bei Selbstmordanschlägen verstümmelt wurden oder ihr Augenlicht verloren. Tote oder verstümmelte Kinder und ein qualitativ hochwertiges Foto bekommt man an vielen Stellen zusammen. In Syrien gäbe es dazu genug Gelegenheiten.

Aus den originalen israelischen Berichten weiß man, dass Israel alles Mögliche tut, damit es im Krieg so wenig zivile Opfer wie möglich gibt. Dass die Hamas aber ihre eigenen Lager und Abschussrampen zwischen Kindereinrichtungen und Krankenhäuser versteckt, damit Israel entweder diese Stellen meidet oder aber wenn es die Lager und Rampen vernichtet, es möglichst zivile Opfer, am liebsten Kinder gibt, die sie dann der Welt als israelische Opfer präsentiert.

Dieses Foto wurde nicht von einigen Palästinensern für ihre Propaganda ausgesucht. Es wurde von einer internationalen Jury aus mehr als 100.000 Fotos gekürt. Es ist unangreifbar. Darum empfinde ich es als erschreckend und bedrohlich. Es zeigt, wie breit die Basis ist, die um jeden Preis, auch um den Foto-Award, zeigen will, dass Israel ein über alle Maße schreckliches Regime ist. Daraus folgt im Selbstlauf, dass immer mehr unbeteiligte Menschen ohne Kenntnis der näheren Umstände sagen: "Ja, wenn so viele davon überzeugt sind, dann muss ja etwas daran sein."

Im Luftreich des Traums

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